Nordic Talking

Wasserrrahmenrichtlinie: IHK Nord diskutiert mit Abgeordneten

Am Mittwoch, dem 27. Juni 2018 fand das zweite IHK Nord Nordic Talking zur EU-Wasserrahmenrichtlinie in Berlin statt.
Den Onepager zur Veranstaltung finden Sie hier.
Am 27. Juni 2018 fand in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin das IHK Nord-Mittagsgespräch „Nordic Talking“ für Bundestagsabgeordnete statt. Thema war die anstehende Evaluation der EU-Wasserrahmenrichtlinie.
Die 20 Teilnehmer wurden von Dr. Malte Heyne, IHK Nord, und dem Schirmherren der Veranstaltung, Uwe Schmidt, MdB, begrüßt. Gunther Bonz, Generalbevollmächtigter EUROGATE und Präsident der Federation of European Private Port Operators (FEPORT) gab einen Überblick über die massiven Auswirkungen der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) auf wirtschaftliche Aktivitäten nicht nur in Norddeutschland. Er wies eindringlich darauf hin, dass sowohl die fehlende Benennung von Gewässern als nutzbares Gut als auch das Verschlechterungsverbot sowie das komplette Fehlen der Möglichkeit von Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahmen die wirtschaftlichen Aktivitäten an und auf Gewässern einschneidend bedroht. Die unveränderte Anwendung der WRRL könnte bereits mittelfristig zu einem Stillstand der wirtschaftlichen Investitionen bei betroffenen Unternehmen führen.
Thomas Windgassen, Präsident der IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum und Dr. Torsten Slink, Hauptgeschäftsführer der IHK für Ostfriesland und Papenburg schilderten die Probleme bei der Umsetzung der WRRL anhand von Unternehmensbeispielen aus der norddeutschen Region.
Die Teilnehmer diskutierten anschließen über die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie sowie über Probleme bei ihrer aktuellen Umsetzung. Alle waren sich einig, dass das Ziel der WRRL, saubere europäische Gewässer zu schaffen, weiterhin sinnvoll sei und der Unterstützung bedarf. Einige Teilnehmer wiesen hierbei auf die regionalen Belastungen durch Landwirtschaft und einzelne Großunternehmen hin. Außerdem seien weitere Betrachtungen hinsichtlich der Auswirkungen der WRRL auf die von den Gewässern abhängigen ökonomischen Aktivitäten notwendig. Dies müsse sowohl überregional als auch im Hinblick auf die betroffene Wirtschaftsbranchen erfolgen, um mögliche Probleme zu identifizieren. Hier plädierten vor allem die Wirtschaftsvertreter und weitere Teilnehmer für einen Ausgleich zwischen Umweltinteressen und den Interessen der betroffenen Wirtschaft bei der anstehenden Evaluation der WRRL.