Energiewende

Netzausbaugebiete behindern Ausbau der Windenergie

IHK Nord-Statement zum Entwurf der Verordnung der Bundesnetzagentur zur Einrichtung und Ausgestaltung eines Netzausgebietes

 
„Damit die deutsche Energiewende gelingt, muss die Windenergie in Norddeutschland ihre Schlüsselrolle auch in Zukunft erfüllen können. Mit großer Sorge nehmen wir daher den von Bundeswirtschaftsministerium und Bundesnetzagentur vorgelegten Verordnungsentwurf zur Einrichtung und Ausgestaltung eines Netzausbaugebiets zur Kenntnis“, sagt der IHK Nord-Vorsitzende und Präses der Handelskammer Hamburg, Fritz Horst Melsheimer.
Natürlich setze diese Verordnung nur die im Sommer 2016 beschlossene Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetz um. Aber dieser Fehler werde durch die im Rahmen der Verordnung anstehenden Folgefehler nicht besser, so Melsheimer: „Mit diesem Entwurf würde fast ganz Norddeutschland zum Netzausbaugebiet erklärt und damit die besonders windreichen Standorte in Deutschland zukünftig benachteiligt. Die vorgesehene Begrenzung des Windenergie-Zubaus in Norddeutschland aufgrund fehlender Netzkapazitäten konterkariert damit das Ziel, die Kosten der Energiewende zu senken und käme einer Kapitulation vor dem schleppenden Netzausbau gleich. Der Netzausbau gemäß Bundesbedarfsplan muss weiterhin höchste Priorität haben. Er muss sich am Ausbau erneuerbarer Energien orientieren, nicht umgekehrt, damit Strom dort produziert wird, wo er am günstigsten ist.