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07.12.2011

Veranstaltung zur maritimen Wirtschaft in Frankfurt a.M.

Mit mehr als 380.000 Beschäftigten und einem Umsatzvolumen von etwa 64 Milliarden Euro ist die maritime Wirtschaft in Deutschland doppelt so groß wie das Kreditgewerbe oder die Mineralölindustrie. Ein Großteil der Wertschöpfung wird außerhalb Deutschlands Norden erbracht und die Bedeutung der maritimen Wirtschaft wird dabei häufig unterschätzt. Daher hat die IHK Nord, als Zusammenschluss 13 norddeutscher Industrie- und Handelskammern, gemeinsam mit dem IHK-Forum Rhein-Main und der IHK Frankfurt am Main heute in der Frankfurter IHK die Informationsveranstaltung „Die nationale Bedeutung der maritimen Wirtschaft und ihre Verflechtungen mit FrankfurtRheinMain“ durchgeführt.

Die Zusammenhänge der maritimen Wirtschaft mit anderen Wirtschaftszweigen und die Potenziale der Branche verdeutlichten die Referenten der Veranstaltung, zu denen MdB Hans-Joachim Otto, Parl. Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie sowie Maritimer Koordinator der Bundesregierung, und Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen des Landes Bremen, zählen. Wie sich Bund und Länder für die Rolle der maritimen Wirtschaft einsetzen, diskutierte eine Expertenrunde aus Politik und Wirtschaft auf dem Podium.

„Insgesamt wird fast die Hälfte des Umsatzes der Schiffbau- und Offshoreindustrie in küstenfernen Bundesländern erbracht“, erklärt der Frankfurter Bundestagsabgeordnete und Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft Hans-Joachim Otto.

Dr. Norbert Reichhold, Präsident des IHK-Forums Rhein-Main, ergänzte: „Das, was wir als Metropolregion an Verbindungen in die Welt aufbieten können, reicht bei weitem nicht aus. Ohne Seehäfen, ohne maritime Wirtschaft kann der Standort FrankfurtRheinMain, der mitten in Kontinentaleuropa liegt, seine Stärken nicht voll ausspielen. Wir müssen uns um die weltweit immer stärker verflochtenen Lieferketten bemühen“.

„Die maritime Wirtschaft ist ein Wachstumsmotor für die deutsche Volkswirtschaft. Sie ist keine Exklusivangelegenheit der Küste, sondern bundesweit mit vielen Branchen eng verflochten“, betonte Lothar Geißler, Vorsitzender der IHK Nord und Präsident der IHK Stade für den Elbe-Weser-Raum, während der Veranstaltung. Denn zur maritimen Wirtschaft gehören nicht nur die deutschen Seehäfen und die dort angesiedelte Industrie, sondern vor allem auch die im Süden beheimatete Schiffbauzulieferindustrie, die zukunftsträchtige Branche der Offshore-Windenergie ebenso wie die forschungsintensive Meerestechnik, der maritime Tourismus, die Aquakultur oder die „Blaue Biotechnologie“.

Ein Magazin mit ausführlichen Informationen zur „Nationalen Bedeutung der maritimen Wirtschaft“ und aktuelle Konjunkturdaten der Branche in der Region der IHK Nord stehen unter www.ihk-nord.de zum Download bereit

Frankfurt am Main / Stade, den 7. Dezember 2011

DOKUMENT-NR. 72099

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